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Beringung |
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Die Vogelberingung ist eine Methode der ornithologischen Forschung, mit der Informationen über das Leben wildlebender Vögel und ihre Populationen gewonnen werden. Mittels markierter Individuen lassen sich verschiedene biologische, ökologische und demografische Aspekte des Vogellebens beschreiben:
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Die Vogelberingung erfolgt weitgehend in ehrenamtlicher Tätigkeit. Mit Hilfe von mehr als 10.000 ehrenamtlichen Beringern werden in ganz Europa vogelkundliche Langzeitstudien durchgeführt. Die Beringung wird durch nationale Beringungszentralen organisiert, die auch die Beringer ausbilden und Forschungsprojekte koordinieren. |
Die wichtigsten Anwendungsfelder hat die Beringungsmethode heute in der Naturschutzforschung, d.h. bei der Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für den Arten- und Biotopschutz, der Überwachung von lokalen bzw. regionalen Vogelbeständen oder beim großräumigen Monitoring spezieller Phänomene in der Vogelwelt. Doch auch für die Grundlagenforschung, besonders im Bereich der Populationsökologie und der Zugforschung, ist die klassische Beringung nach wie vor von großer Bedeutung. |
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Nationale Beringungszentralen organisieren die Beringung in ihren Ländern nach einheitlichen Grundsätzen, sorgen für den Datenaustausch mit den Partnereinrichtungen und stellen Beringungsergebnisse für die Forschung bereit. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es drei Zentralen für die wissenschaftliche Vogelberingung:
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| Weißstorchberingung Jungstörche werden noch vor dem Ausfliegen beringt, möglich ist dies ab einem Alter von 17 oder 18 Tagen bis etwa zum 35. Lebenstag. Altstörche werden nur in Form von Pflegestörchen beringt, ein Fang zum Zweck der Beringung ist nicht üblich. |
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Die Ringe bestehen im allgemeinen aus einer speziellen Magnesium-Aluminiumlegierung. Für Seevögel gibt es Edelstahlringe, die den aggressiven Sand- und Salzwassereinwirkungen widerstehen. Farbringe werden aus verschiedenen Plastmaterialien hergestellt und können aus größerer Distanz erkannt und abgelesen werden. Die kleinsten Ringe wiegen weit weniger als ein Gramm. Die Inschrift der Ringe besteht aus einer Schriftkombination aus zwei Buchstaben und bis zu sechs Zahlen sowie den Worten: "Radolfzell Germania", "Helgoland Germania", "Hiddensee Germania" Der erste Buchstabe der Ringprägung entspricht, mit Ausnahme der Weißstorch-Spezialringe, der Serienbezeichnung. |
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| Der Ablauf einer Vogelberingung Der Fang der Vögel erfolgt bis zu einer gewissen Größe (Singvögel) in Netzen. Größere Tiere (Möwen, Rallen) werden mit Fußschlingen gefangen. Großvögel werden in der Regel nestjung beringt. Der zur Beringung bestimmte Vogel bekommt vom Beringer einen Ring der jeweiligen Vogelwarte angesteckt. |
Gleichzeitig werden alle notendigen Informationen wie Ringnummer, Ort und Datum der Beringung, Alter und Geschlecht des Vogels notiert. Diese Angaben werden in speziellen Listen festgehalten und der Vogelwarte zugeschickt. |
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